Einen Windows-10-Rechner in eine Domäne einzubinden, klingt vielleicht kompliziert, ist aber in Wirklichkeit einfacher als gedacht – sobald man weiß, wo man klicken muss und welche Informationen benötigt werden. Im Prinzip wird Ihr PC dadurch vom Einzelgänger zum Teil eines größeren Netzwerks. Solche Netzwerke werden häufig in Büros oder Schulen eingesetzt, um die Verwaltung zu vereinfachen, Ressourcen gemeinsam zu nutzen und die Sicherheit zu erhöhen. Wichtig ist, die richtigen Systemeinstellungen zu öffnen, den genauen Domänennamen einzugeben, die korrekten Administratoranmeldeinformationen anzugeben und den Rechner anschließend neu zu starten. Nur wenige Schritte, aber sie können einen großen Unterschied für die Integration Ihres PCs in das Netzwerk ausmachen.
So treten Sie einer Domäne in Windows 10 bei
Systemeigenschaften öffnen
Klicken Sie zunächst mit der rechten Maustaste auf „Dieser PC“ (auf dem Desktop oder im Datei-Explorer).Wählen Sie im Menü „Eigenschaften“.Dadurch öffnet sich die Seite mit den Systeminformationen. Dort sehen Sie den Gerätenamen, die Windows-Version und weitere Details. Suchen Sie dort den Abschnitt „Computername, Domäne und Arbeitsgruppeneinstellungen“. Stellen Sie sicher, dass Sie als Administrator angemeldet sind, da Domänenänderungen Administratorrechte erfordern.
In diesem Fenster sehen Sie die aktuelle Arbeitsgruppe oder Domäne, zu der Ihr PC gehört. Um Änderungen vorzunehmen, klicken Sie auf „Einstellungen ändern“. Diese Schaltfläche ist Ihr Zugang zu den Netzwerkidentitätsänderungen.
Ändern Sie Ihren Computer so, dass er der Domäne beitritt.
- Im daraufhin angezeigten Fenster „Systemeigenschaften“ wählen Sie die Registerkarte „Computername“.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ändern…“.
- Nun sehen Sie die Optionen „Arbeitsgruppe“ und „Domäne“. Wählen Sie „Domäne“ und geben Sie den genauen Namen der Domäne, der Sie beitreten möchten, sorgfältig ein. Genauigkeit ist wichtig – Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung, alles muss stimmen.
Dieser Schritt ist entscheidend, denn ein Tippfehler hier verhindert, dass Ihr PC die Domäne findet. Normalerweise wird der Domänenname von Ihrer IT-Abteilung oder Ihrem Netzwerkadministrator bereitgestellt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, überprüfen Sie ihn vorher – sonst verschwenden Sie nur Zeit mit der Fehlersuche.
Geben Sie die Administratoranmeldeinformationen ein, um der Domäne beizutreten.
Nach dem Klicken auf „OK“ fragt Windows nach einem Benutzernamen und einem Kennwort eines Kontos, das berechtigt ist, Computer zur Domäne hinzuzufügen. Diese Zugangsdaten stammen üblicherweise von Ihrem IT-Team, einem Domänenadministratorkonto oder einer Person mit entsprechenden Berechtigungen. Stellen Sie sich das wie die Vorlage Ihres Ausweises in einem Club vor – ohne Zugangsdaten kein Einlass. Ohne die erforderlichen Berechtigungen wird der Vorgang abgewiesen. Halten Sie diese Daten daher bereit.
Komischerweise funktioniert das bei manchen Systemen einwandfrei, bei anderen gibt es ein paar Probleme – vielleicht ein Netzwerkproblem oder ein Tippfehler. Nach der Authentifizierung erhalten Sie aber eine Erfolgsmeldung, dass Ihr PC nun der Domäne beitritt.
Neustart und Abschluss
Sobald der Server Ihre Anmeldeinformationen bestätigt hat, werden Sie von Windows zum Neustart aufgefordert.Überspringen Sie diesen Schritt nicht – ein Neustart ist zwingend erforderlich. Dadurch werden alle neuen Sicherheitsrichtlinien, Gruppenrichtlinien und Netzwerkeinstellungen korrekt angewendet. Ohne Neustart ist Ihr Computer nicht vollständig integriert, und es werden Ihnen möglicherweise weiterhin lokale Anmeldeoptionen angezeigt.
Nach dem Neustart werden Sie beim erneuten Anmelden feststellen, dass sich Ihre Anmeldeaufforderung geändert hat. Sie müssen nun wahrscheinlich Ihren Domänenbenutzernamen und Ihr Domänenkennwort anstelle Ihres lokalen Benutzerkontos eingeben. Ihr PC wird jetzt von der Domäne verwaltet, wodurch Sie Zugriff auf freigegebene Laufwerke, Drucker und erweiterte Sicherheitsrichtlinien haben.
Hilfreiche Tipps für einen reibungslosen Domain-Beitritt
- Überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung: Stellen Sie sicher, dass Ihr PC mit demselben Netzwerk wie der Domänencontroller verbunden ist. Ohne Netzwerkverbindung kein Beitritt.
- Halten Sie die Domänenadministrator-Zugangsdaten bereit: Ohne diese Berechtigung sind Sie aufgeschmissen, also besorgen Sie sich diese zuerst von Ihrem IT-Mitarbeiter.
- Überprüfen Sie den Domainnamen unbedingt: Ein kleiner Tippfehler kann alles ruinieren, also vergewissern Sie sich, dass er korrekt ist.
- Sichern Sie Ihre Dateien: Nicht, dass durch den Beitritt etwas gelöscht werden sollte, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht, wenn Sie größere Änderungen vornehmen wollen.
- Die DNS-Einstellungen sind wichtig: Stellen Sie sicher, dass Ihr DNS auf die DNS-Server der Domäne verweist. Wenn Ihr DNS deaktiviert ist, findet Ihr Computer den Domänencontroller möglicherweise nicht.
- Editionsprüfung: Nur Windows 10 Pro, Enterprise oder Education können einer Domäne beitreten. Wenn Sie Windows 10 Home verwenden, müssen Sie zuerst ein Upgrade durchführen.
Fragen, die Sie möglicherweise haben
Warum einer Domain beitreten?
Es dient hauptsächlich der zentralen Verwaltung und Sicherheit – die IT-Abteilung kann Richtlinien bereitstellen, Updates verwalten, Benutzerzugriffe kontrollieren und Ressourcen einfach teilen. Es ist wie der Umzug in eine betreute Wohnanlage im Vergleich zum Alleinleben – alles lässt sich leichter organisieren und sicher halten.
Was benötige ich vor dem Versuch?
Der korrekte Domänenname, die Administratoranmeldeinformationen und eine Netzwerkverbindung zum Domänencontroller sind unerlässlich. Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihr DNS auf den richtigen Server verweist.
Kann ich mit Windows 10 Home einer Domäne beitreten?
Nein. Nur die Windows 10 Editionen Pro, Enterprise und Education unterstützen die Domänenintegration. Wenn Sie die Home Edition verwenden, müssen Sie ein Upgrade durchführen. Das ist zwar kein großer Aufwand, aber dennoch notwendig.
Was passiert, wenn Fehler auftreten?
Überprüfen Sie zunächst Ihre Netzwerkverbindung und anschließend die Schreibweise des Domänennamens. Bestätigen Sie Ihre Zugangsdaten bei Ihrem Netzwerkadministrator.Überprüfen Sie außerdem die DNS-Auflösung und stellen Sie sicher, dass Ihr PC den Namen des Domänencontrollers auflösen kann. Oftmals behebt eine dieser Maßnahmen das Problem.
Wie kann ich die Domain bei Bedarf verlassen?
- Öffnen Sie Systemeigenschaften erneut.
- Klicken Sie auf Ändern.
- Wählen Sie Arbeitsgruppe aus, geben Sie einen Namen wie WORKGROUP ein und klicken Sie auf OK.
- Sie müssen den Computer neu starten und sich mit einem lokalen Administratorkonto anmelden. Das war’s – Ihr PC wird aus der Domäne entfernt.
Werden durch die Anmeldung meine Dateien gelöscht oder mein Profil beschädigt?
Nicht wirklich. Ihr lokales Benutzerprofil wird in der Regel nicht gelöscht, aber nach dem Beitritt melden Sie sich mit einem Domänenkonto an – wodurch möglicherweise ein neues Profil erstellt wird. Ihr altes lokales Profil bleibt unberührt, aber Sie müssen unter Umständen Dateien übertragen, wenn Sie mit dem neuen Konto darauf zugreifen möchten.
Zusammenfassung
- Öffnen Sie die Systemeigenschaften
- Klicken Sie auf Einstellungen ändern
- Wählen Sie Domäne aus und geben Sie den Namen ein.
- Geben Sie die Administratoranmeldeinformationen ein.
- Starten Sie Ihren PC neu.
Zusammenfassung
Und das war’s auch schon. Sobald man den Dreh raus hat, ist das Beitreten zu einer Domäne nur noch eine Frage von ein paar Klicks und Eingaben – kein Hexenwerk. Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn Sie in einer IT-Umgebung arbeiten oder die zentrale Kontrolle über Ihren Rechner von Vorteil ist.Überprüfen Sie einfach alle Angaben, vergessen Sie die Zugangsdaten nicht und starten Sie den Rechner unbedingt neu. Im schlimmsten Fall, falls Fehler auftreten, handelt es sich meist um einfache DNS-Probleme oder Tippfehler, die sich leicht beheben lassen. Hoffentlich spart dies jemandem ein paar Stunden Fehlersuche – und macht den Vorgang vielleicht sogar etwas weniger stressig.